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Bell Equipment auf der STEINEXPO 2017: Neue Leistungsklasse etabliert

Published: 1st September 2017
Source: Bell Equipment

„Einmal mehr haben wir klar von der branchenspezifischen Ausrichtung der Steinexpo profitiert, wobei uns in diesem Jahr natürlich besonders die räumliche Nähe zu unserem gerade erst neu errichteten Hauptsitz in Alsfeld zugutekam. Mit den dort parallel zur Messe abgelaufenen Events konnten wir ein attraktives Paket für deutsche und internationale Experten schnüren, was insgesamt erheblich zu den viel versprechenden Kontakten beigetragen hat,“ so Andreas Heinrich, Geschäftsführer der Bell Equipment (Deutschland) GmbH in seinem ersten zufriedenen Messe-Resümee. Als echter Trumpf erwies sich die Live-Demonstration des Bell B60E: „Gerade dass wir mit dem anderen führenden Knicklenker-Hersteller unser Flaggschiff live in Nieder-Ofleiden präsentieren konnten, hat den Sechzigtonner als neue Leistungsklasse im Steinbruch etabliert.“

Das passt: Mit gerade 6 Ladespielen lädt der 5,2-m³-Tieflöffel des Hitachi ZX 890 LCH-6 die 35-m³-Gesteinsmulde des Bell B60E.

Mit dem Vierzigtonner Bell B40E am Stand sowie Bell B30E und B60E in der Steinexpo-Mobildemo zeigte Bell Equipment einen breiten repräsentativen Querschnitt seines Serien-Programms an acht gut abgestuften Modellen zwischen 18,0 und 55 Tonnen Nutzlast. „Wir konnten deutlich machen, welche Bedeutung unsere Muldenkippertechnologie für die von unseren Vertriebs- und Servicepartnern konsequent propagierten Systemlösungen in Erdbau und Gewinnung hat. Andererseits zeigte die Vielzahl der deutschen und internationalen Experten auch, dass unser inzwischen grundlegend erneuertes E-Serien-Programm mit führenden Fahrzeuglösungen quer durch alle Leistungsklassen in allen Anwendungen der Bau- und Baustoff-Industrie punkten kann,“ bewertet Andreas Heinrich die Messekontakte.

Der B40E (NL: 39,0 t, 380 kW) repräsentierte die neue Bell-„Mittelklasse“, die mit vier neuen E-Serien-Modellen das bestabgestufte Angebot im 6x6-Segment zwischen 33,5 und 45,4 Tonnen Nutzlast bietet.

Hart im Nehmen: Nicht immer orientierte sich die Steinexpo-Choreographie eng an realen Steinbruch-Förderketten – der eher für die Rückverladung, Lockergesteins-Transporte oder Erdbau prädestinierte Bell B30E (NL: 28,0 t, 246 kW) stellte sich auch dieser Herausforderung.

Schwergewichts-Weltmeisterschaft

Den größten Eindruck hinterließ fraglos das Flaggschiff Bell B60E. Erstmals seit der gemeinsamen Premiere auf der zurückliegenden Bauma kam es in Nieder-Ofleiden zum Aufeinandertreffen der beiden aktuellen 60-Tonnen-Großdumper in einer Live-Demo. Die Choreographie mit Ladespielen durch Großlader und Tieflöffelbaggern, engen Kehren, Beschleunigungen unter Last und Abkippen des großstückigen Haufwerks machte die Unterschiede beider Konzepte deutlich: Hier der Mega-6x6, dessen schiere Größe nicht nur so manchen Fuhrpark-Chef staunen ließ – dort der Allrad-Zweiachser Bell B60E mit bewährter Großdumper-Technologie aus über einem Jahrzehnt Fünfzigtonner-Erfahrung und konsequenter Anpassung an Lade- und Förderausrüstungen in Bergbau und Gewinnung. Damit kann er innerhalb bestehender Flotten als sinnvolle Ergänzung vorhandener Starrkipper arbeiten oder 6x6-Großdumper massiv verstärken. In beiden Fällen sieht Bell Equipment große Einsparungspotenziale, die sich bereits kurzfristig auswirken. Mit niedrigem Leergewicht (ca. 42,5 t) und hocheffizientem Antriebsstrang liegt der 4x4-Knicklenker im Dieselkonsum deutlich unter Starrkippern der 60-Tonnenklasse. Erste Praxiserfahrungen zeigen zudem, dass der Bell B60E einen vergleichbaren Verbrauch zu meist „aufgelasteten“ 6x6-Vierzigtonnern aufweist, bei allerdings ungleich höheren Umlauftonnagen.

Der Bell B60E im Zusammenspiel mit einem  4,8-m³-Großlader des Bell-Vertriebspartners Kiesel.

Mit 35-m³-Gesteinsmulde ist der Bell-4x4 sehr gut auf gängige Ladegeräte wie etwa Hochlöffel-Bagger abgestimmt und bietet eine grundsätzlich besser Füllcharakteristik als die langen Erdbau-Mulden konventioneller 6x6. An engen Ladestellen überzeugt der Zweiachser mit großer Wendigkeit, wobei das großdimensionierte Dreh-/Knickgelenk die volle Traktion und sichere Verzögerung bei jeder Witterung gewährleistet. Die SKW-Zwillingsbereifung an der gefederten 70-t-Hinterachse bietet große Lastreserven (Nenn-Nutzlast: 55,0 t) und verhindert darüber hinaus hohen Reifenverschleiß oder die aufwändige Instandhaltung von Fahrwegen, die oft als 6x6-typische Kostenbelastungen im Steinbruch-Einsatz auftreten.

Die Hubzylinder der 35-m³-Gesteinsmulde des Bell B60E sind SKW-typisch am Muldenboden angeschlagen. Gerade im grobstückigen Haufwerk bringt die Muldenform Vorteile beim Beladen mit typischen Steinbruchgeräten und beim schnellen Abkippen dank breiter Schurre und niedrigerer Kipphöhe.

Der 430-kW-Reihensechszylinder von Mercedes-Benz (OM473LA; max. 2750 Nm bei 1300 U/min), die Allison-Siebengang-Automatik und der Antriebsstrang mit Selbstsperrdifferenzialen und automatischer Traktionskontrolle gewährleisten souveräne Fahrleistungen an Steigungen, auf langen Fahrwegen und im schweren Gelände. Das aus dem Bell-Fünfzigtonner bekannte adaptive Frontfahrwerk gleicht nicht nur die enormen Lastunterschiede zuverlässig aus, sondern passt auf schnellen Umläufen auch die Kurvenneigung an, was dem subjektiven Sicherheitsgefühl und dem Fahrkomfort zugutekommt. Wie alle Bell-Knicklenker verfügt auch der Sechzigtonner über die automatische Retarderfunktion der großdimensionierten Ölbad-Lamellenbremsen, was gerade im ganzjährigen Betrieb ein echtes Sicherheitsplus darstellt.

Steinexpo zieht Kreise: Beim erstmaligen Live-Aufeinandertreffen der beiden aktuellen 60-t-Knicklenker am Markt konnten die Experten klar die konzeptionellen Unterschiede erkennen. Z.B. den deutlich kleineren Wendekreis des Zweiachsers Bell B60E.

Konzept wird angenommen

„Wir haben gerne an der ‚Schwergewichts-Weltmeisterschaft‘ teilgenommen, wie mancher schon die Demo in Nieder-Ofleiden bezeichnet hat,“ erklärt Andreas Heinrich. „Natürlich haben die Experten bei den Gesprächen im Anschluss an die Vorführungen allenfalls Präferenzen geäußert – aber ganz klar ist schon jetzt, dass sich die 60-Tonnen-Klasse mit den ausgereiften Angeboten der beiden führenden Herstellern am Markt etabliert hat.“

Andreas Heinrich, Geschäftsführer Bell Deutschland, freute sich über  einen erfolgreichen Messeverlauf, der durch die zeitgleiche Eröffnung des neuen Bell-Hauptsitzes in Alsfeld noch an Dynamik gewann.

Tatsächlich bewährt sich der Bell B60E ein Jahr nach seiner Einführung international bereits bei zahlreichen größeren und kleineren Gewinnungsunternehmen. „Inzwischen ist das Interesse einer echten Nachfrage gewichen, was wir auch an der immer konkreteren Einbindung des 60-Tonnen-Konzepts bei anstehenden betrieblichen Erweiterungen erkennen. Wir gehen davon aus, dass wir für das kommende Produktionsjahr unsere eher konservativ geplanten 2017-Stückzahlen deutlich nach oben korrigieren werden müssen.“ Bislang wird das Bell-Flaggschiff für alle Märkte weltweit noch am südafrikanischen Bell-Stammsitz Richards Bay gefertigt, nach kurzfristigen Anpassungen in Produktionslogistik und -technik im europäischen Muldenkipperwerk Eisenach sei jedoch eine Übernahme des Sechzigtonners problemlos möglich, so Andreas Heinrich.