Über uns

Neue Dumper für 35 bis 50 Tonnen

Published: 16th March 2015
Source: Bell Equipment

Bell stellt “große” E-Serie in Paris vor

Der Dumper-Spezialist Bell Equipment – Hersteller des weltweit größten Programms an knickgelenkten Muldenkippern – stellt auf der Intermat 2015 einen Prototypen seines Bell B50E vor (Halle 6, Stand C109). Als Nachfolger des weltweit ersten 50-Tonnen-6x6 Bell B50D ist das Modell ein wichtiger Bestandteil der zweiten Entwicklungsstufe der neuen E-Serie von Bell Equipment in den Nutzlastklassen 35, 40, 45 und 50 Tonnen.

„Unsere kleineren E-Serien-Knicklenker von 20 bis 30 Tonnen Nutzlast bildeten die erste Stufe“, erläutert Tristan du Pisanie, zuständig für das 6x6-Produktmarketing bei Bell Equipment. „Sie wurden vom Markt sehr gut aufgenommen, entsprechend haben wir an unserem Entwicklungskonzept fest gehalten und präsentieren nun stolz unseren B50E-Prototypen auf der Intermat. Alle Baureihen basieren jetzt auf einer Plattform mit grundlegend gleichen Merkmalen, die eine Weiterentwicklung unserer erfolgreichen D-Serie darstellt. Zwölf Jahre lang setzten diese Modelle die Klassenstandards in weltweiten Anwendungen.“

Linienführung und Fahrerkabine

Bei der Vorstellung der „großen“ E-Serie erklärt du Pisanie, dass die markante und attraktive Linienführung der kleineren Muldenkipper auch bei den größeren Modellen beibehalten wurde. „Die Luftfiltereinheit unter der Motorhaube sorgt für klarere Linien und die höhere Positionierung der Scheinwerfer in der Haube schützt zudem wirksam vor Verschmutzung und Beschädigungen.“

Die Fahrerkabine der E-Serie setzt weiterhin Standards in allen Klassen. Den Fahrer erwarten ein effizienter und klar gestalteter Arbeitsplatz mit niedrigem Geräuschpegel sowie einem großformatiges LCD-Cockpitdisplay mit B-Drive-Menüsteuerung und integrierter Rückfahrkamera. Staub- und wassergeschützte Schaltermodule sowie zahlreiche Staufächer inklusive Kühl/Heiz-Box runden den praxisgerechten Fahrerbereich ab.

Motor und Getriebe

Unter der Haube vertraut Bell Equipment weiterhin auf hoch effiziente Mercedes-Benz-Motoren. Die Mercedes-Technologie wurde für den Transport-Einsatz entwickelt und gewährleistet Zuverlässigkeit, lange Lebensdauer und niedrigsten Kraftstoffverbrauch ohne Leistungskompromisse. In den entsprechenden Leistungsklassen wechselte Mercedes-Benz im Zuge der Umstellung auf EU-Stufe IV/Tier 4final von V-Motoren auf Reihen-Sechszylinder. „Dieser Wechsel wurde auch in unseren neuen großen E-Serien-Modellen vollzogen und bringt nun bessere Leistungsgewichte für schnellere Umläufe“, erklärt Tristan du Pisanie. „Die neuen Motoren zeigen gegenüber den bisherigen Aggregaten der 500er-Serie auch Verbesserungen in den Bereichen Emissionen, Leistungsdichte, Geräuschentwicklung und Treibstoffverbrauch. Entsprechend werden unsere Kunden erheblich von dem Wechsel profitieren.“

Bei den Getrieben setzt Bell weiterhin auf die unter seinen Muldenkipper-Kunden allgemein anerkannte Allison-Technologie. Nennenswerte Änderungen betreffen den Verzicht auf Getrieberetarder zugunsten der länger bauenden Reihen-Sechszylinder sowie eine neue Siebengang-Automatik im Bell B50E.

Die von Fahrern immer hoch geschätzte kraftvolle Hilfsbrems-Automatik der Bell-Muldenkipper wird jetzt durch die automatische Retarderfunktion der gekühlten Ölbad-Lamellenbremsen übernommen. Zusätzlich bringt die Siebengang-Automatik im Bell B50E mit verbesserter Gang-Abstufung und optimierten Schaltpunkten höhere Fahr-
leistungen bei niedrigem Verbrauch.

Nutzlasten

Bei den Modellen B35E, B40E und B45E wurden Nutzlasten und Muldeninhalte vergrößert, um die Konkurrenzfähigkeit der großen Bell-Muldenkipper weiter zu stärken. „Zwar bestimmen das richtige Verhältnis von Nutzlast zu Ladegerät und die entsprechend notwendigen Arbeitsspiele weiterhin entscheidend die Produktivität. Zugunsten von Transporteinsätzen mit häufig wechselnden Materialdichten haben wir uns jedoch entschieden, die Nenn-Nutzlasten anzupassen“, erklärt Tristan du Pisanie.

Achsen

Um die höheren Nutzlasten der großen E-Serien-Modelle aufzunehmen, wurden die Achsgehäuse in Material und Ausführung verstärkt. Dies machte getrennte Ölkreisläufe für Achsen und die „nassen“ Betriebsbremsen notwendig. „Werden die Ölbad-Lamellenbremsen für die Retarderfunktion genutzt, steigt die Temperatur im Bremssystem, was eine hohe Durchflussmenge und erheblich größere Bremsöl-Kühler erfordert. Durch die Trennung beider Kreisläufe kann Bell allerdings jetzt die jeweils optimalen handelsüblichen Öle für die nassen Bremsen bzw. Achsen wählen“, unterstreicht Tristan du Pisanie.
 

Kosten pro Tonne

“Unsere großen Knicklenker-Baureihen besitzen viele Merkmale und Leistungseigenschaften, die einen Bell-Muldenkipper vom Wettbewerb abheben. Entscheidend ist, dass sich all diese Merkmale direkt auf eine bessere Produktivität unserer Fahrzeuge auswirken. Niedrigere Kosten pro Tonne waren vorrangiges Ziel in der Entwicklung, denn eine höhere Produktivität bringt unseren Kunden mehr Gewinn oder verbessert ihre Position bei Ausschreibungen. Wir haben in unterschiedlichen Anwendungen Vergleichstests zwischen unserer D-Serie und den neuen E-Serie-Modellen gefahren. Unter Einbeziehung verschiedener Kostenmodelle einschließlich Anschaffung bzw. Wiederverkauf sowie Reparatur und Wartung zeigen die Ergebnisse durchweg niedrigere Kosten pro Tonnen für unsere neue E-Serie“, betont Tristan du Pisanie.

 

Auf Intermat 2015 präsentiert Bell Equipment den Prototyp des Bell B50E als Nachfolger seines bahnbrechenden Großdumpers B50D (Halle 6, Stand C109).

 

Zahlreiche Merkmale und Leistungseigenschaften heben Bell-Muldenkipper vom Wettbewerb ab. Als entscheidendes Argument nennt der Hersteller die nochmals gesteigerte Produktivität seiner Fahrzeuge.

 

Die Mercedes-Benz-Motoren der neuen großen E-Serien-Knicklenker sind durch Reihen-Sechszylinder und erfüllen EU-Sufe IV/Tier 4final. Gegenüber den V-Aggregaten der bisherigen 500er-Serie bringen sie Vorteile bei Emissionen, Leistungsdichte, Geräuschentwicklung und Treibstoff-Verbrauch. Dennoch ermöglichen sie bessere Leistungsgewichte für schnellere Umläufe.

 

Bei den Getrieben seiner neuen “großen” E-Serie bleibt Bell Equipment der von Kunden geschätzten Allison-Technologie treu. Allerdings entfällt zugunsten der neuen Reihen-Sechszylinder der Getrieberetarder und der Bell B50E erhält eine Siebengang-Automatik.